Eine gute Sponsorenmappe ist kurz und beantwortet drei Fragen: Wer bist du? Wen erreichst du? Was bietest du dem Partner konkret an? Rein gehören deine Geschichte, deine Saison, echte Zahlen aus deinen Insights mit Datum, Beispiele für Inhalte und ein klarer Vorschlag. Raus können lange Lebensläufe, jede Platzierung seit dem ersten Rennen und Zahlen ohne Zusammenhang.
Wofür du eine Sponsorenmappe brauchst
Die Sponsorenmappe, oft auch Mediakit genannt, ist das Dokument, das du einem möglichen Partner mitschickst oder nach dem ersten Gespräch nachreichst. Sie fasst auf wenigen Seiten zusammen, wer du bist, wen du erreichst und wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.
Wichtig: Die Mappe ersetzt nicht deinen Account. Bevor jemand dein PDF öffnet, hat er meistens schon auf dein Profil geschaut. Mappe und Account müssen deshalb dieselbe Geschichte erzählen. Wie du überhaupt passende Partner findest, steht im Leitfaden Sponsoren finden im Motorsport.
Was rein muss: die acht Bausteine
- Deckblatt: dein Name, ein starkes Foto, deine Disziplin und ein Satz, der hängen bleibt. Kein Logo-Feuerwerk.
- Wer du bist: deine Geschichte in wenigen Sätzen. Warum Motorsport, was treibt dich an, wofür stehst du? Das ist der Teil, den kein anderer Fahrer kopieren kann.
- Deine Saison: Rennserie oder Veranstaltungen, Termine und Strecken. Ein Partner will wissen, wann und wo er vorkommt.
- Deine Entwicklung: Ergebnisse gehören rein, aber kurz und ehrlich. Eine klare Entwicklung sagt oft mehr als eine lange Liste.
- Deine Community in Zahlen: Reichweite, Interaktionen und Zielgruppe. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
- Beispiele: zwei, drei Inhalte, die gut funktioniert haben, als Screenshot mit kurzer Erklärung. Wenn du schon Partner hast: wie du sie eingebunden hast.
- Dein Vorschlag: was du konkret anbietest und was du dir im Gegenzug wünschst. Gern in zwei, drei Varianten.
- Kontakt: Name, Mail, Telefon, Profil-Links. Auf jeder Seite leicht zu finden.
Schreib den Vorschlag aus Sicht des Partners. Nicht „Ich brauche Reifen für die Saison“, sondern „So kommt deine Marke in meiner Saison vor“.
Die Zahlen: was Partner sehen wollen
Viele Mappen zeigen nur die Followerzahl. Das ist die Zahl, die am wenigsten aussagt. Partner interessiert eher, wen du erreichst und wie stark diese Menschen mit dir verbunden sind.
Diese Kennzahlen gehören rein
- Reichweite: Aufrufe und erreichte Konten in einem festen Zeitraum, zum Beispiel den letzten 90 Tagen.
- Interaktionen: Kommentare, geteilte und gespeicherte Beiträge. Sie zeigen, ob Leute wirklich dabei sind.
- Zielgruppe: Alter, Geschlecht und Region deiner Follower. Hier sieht ein Partner, ob ihr zusammenpasst.
- Entwicklung: Wenn deine Zahlen wachsen, zeig das. Ein klarer Trend überzeugt oft mehr als eine große Momentaufnahme.
Drei Regeln für deine Zahlen
- Nur echte Zahlen. Alles aus deinen Insights, nichts geschätzt oder aufgerundet.
- Immer mit Datum. „Stand: Oktober 2026, letzte 90 Tage.“ Ohne Zeitraum sagt eine Zahl nichts.
- Einordnen statt aufzählen. Ein Satz, was die Zahl bedeutet, hilft mehr als eine Tabelle voller Werte.
Was raus kann
- Der lange Lebenslauf. Wann du zum ersten Mal im Kart saßt, interessiert einen Partner nur, wenn es zur Geschichte gehört.
- Jede Platzierung seit dem ersten Rennen. Die wichtigsten Ergebnisse und deine Entwicklung reichen.
- Zahlen ohne Zusammenhang. Eine Followerzahl allein, ohne Zeitraum, ohne Zielgruppe.
- Floskeln. „Ihr Logo wird von tausenden Zuschauern gesehen“ ist ohne Beleg nur ein Satz.
- Logo-Flächen als einziges Angebot. Ein Platz auf dem Fahrzeug ist kein Konzept.
- Fremde Bilder. Stockfotos und Bilder, an denen du keine Rechte hast. Zeig dich, deine Strecke, dein Team.
- Seitenfüller. Alles, was ein Partner überspringen würde, kannst du gleich weglassen.
Eine Mappe pro Partner
Die Grundmappe bleibt gleich. Aber jeder Partner bekommt eine angepasste Version. Schon wenige Sätze machen den Unterschied:
- Warum passt genau diese Marke zu dir?
- Wo kommt sie in deiner Saison ganz natürlich vor?
- Welche Teile deiner Community passen zu ihrer Zielgruppe?
Einem Partner fällt sofort auf, ob eine Mappe für ihn geschrieben wurde oder für fünfzig andere gleichzeitig.
Umfang, Format und Versand
- Kurz: lieber wenige starke Seiten als ein dickes Heft. Ein Partner sollte in ein paar Minuten alles Wichtige verstehen.
- PDF: klein genug für den Mailversand und gut lesbar, auch am Handy.
- Klarer Dateiname: zum Beispiel „Vorname-Nachname-Sponsorenmappe-2027.pdf“.
- Einheitlicher Look: dieselben Farben, Schriften und Bilder wie auf deinem Account.
- Aktuell halten: vor jeder Saison überarbeiten, nach der Saison einen kurzen Rückblick für bestehende Partner ergänzen.
Im #PolePosition-Ratgeber findest du den Sponsoren-Check und ein Account-Audit, damit Mappe und Profil dieselbe Geschichte erzählen. Mit Workbook. PDF, 39 €.
Zum RatgeberDer Check vor dem Versand
- Versteht ein Partner nach dem Deckblatt, wer du bist?
- Sind alle Zahlen echt, aktuell und mit Zeitraum versehen?
- Ist dein Vorschlag konkret, aus Sicht des Partners formuliert?
- Steht drin, warum genau diese Marke zu dir passt?
- Passt dein Account zu dem, was in der Mappe steht?
- Findet man deinen Kontakt ohne Suchen?
Wenn du bei einer Frage kurz überlegen musst: Genau da lohnt sich noch eine Runde.
Fragen und Antworten
Wie lang sollte eine Sponsorenmappe sein?
So kurz wie möglich. Wenige, klar gestaltete Seiten reichen. Ein Partner sollte in ein paar Minuten verstehen, wer du bist, wen du erreichst und was du ihm anbietest.
Was ist der Unterschied zwischen Sponsorenmappe und Mediakit?
Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet. Ein Mediakit zeigt vor allem Reichweite und Zielgruppe. Eine Sponsorenmappe ergänzt das um deine Geschichte, deine Saison und deinen Vorschlag für eine Zusammenarbeit.
Welche Zahlen gehören in die Sponsorenmappe?
Follower, Aufrufe und Interaktionen aus einem festen Zeitraum, dazu deine Zielgruppe nach Alter und Region. Alle Zahlen aus deinen Insights, mit Datum. Wenn deine Zahlen wachsen, zeig die Entwicklung.
Was mache ich, wenn ich noch wenige Follower habe?
Dann leg den Schwerpunkt auf deine Geschichte, deine Community und deinen konkreten Vorschlag. Eine kleine Community, die zur Marke passt und aktiv mitredet, ist für viele Partner interessanter als eine große, stille.
Gehören Preise in die Sponsorenmappe?
Das kannst du so oder so machen. Wichtig ist, dass dein Vorschlag konkret ist: was du anbietest und was du dir wünschst. Den genauen Betrag kannst du in der Mappe nennen oder im Gespräch klären.